Künstler

Thomas Schönauer

Thomas Schönauers großformatige Skulpturen sind weltweit an prominenten öffentlichen Orten zu erleben und in wichtigen Privatsammlungen vertreten. Seit über 10 Jahren besteht seine künstlerische Tätigkeit aber zu einem großen Teil auch darin, sich durch technische Innovation immer weiter von der Ästhetik der traditionellen Malerei fort zu entwickeln, um genau durch diese Entwicklung dem Wesen der Malerei auf einzigartige Weise näher zu kommen.

Schönauer bedient sich verschiedener, eigens für seine Malerei entwickelter Epoxidharze, die er mit Farbpigmenten anreichert und auf Edelstahlplatten gießt, wo sie sich dann in Abhängigkeit ihrer genauen Zusammensetzung und Kombination ausformen.

Seine Kompositionen bestehen dabei im Anlegen von Attraktoren, Trajektorien, Anziehungs- und Abstoßungspunkten, Energie- und Potentialpolen, in deren Spannungsfeldern die Farbe als Medium ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten überlassen wird.

Die stetige Weiterentwicklung seiner weltweit einmaligen Technik zielt darauf ab, dem freien Spiel der Farbe mehr und mehr Raum zu geben. Das Künstlerego tritt ein Stück weit zurück, überlässt dem Werkprozess selbst die Bühne, und dirigiert mit gezielten Feinjustierungen aus dem Hintergrund.

Die extrem komplexen und dynamischen Strukturen und Formen, die bis in die mikroskopische Ebene hinein entstehen, erzeugen nicht nur eine beeindruckende räumliche Tiefe, sie scheinen ein sonst verborgenes Innenleben der Farbe als Material zu offenbaren. Sie gehorchen einer inneren Logik des Mediums der Malerei.

Schönauers größte Errungenschaft ist vielleicht, die zentrale Frage der Kunst nach Kreativität und künstlerischer Freiheit in seinen Werken als Phänomen sinnlich begreifbar zu machen und für dieses anspruchsvolle theoretische Konzept eine außergewöhnlich unmittelbare ästhetische Umsetzung gefunden zu haben. So sprühen seine Werke vor freier Energie und schaffen eine visuelle Wirkung, der man sich kaum entziehen kann.

 

 

 

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